PRODUKTINFOS: Hagström - HL550

Schick sieht sie aus, die HL550 - schon die Optik mit den 2 F-Löchern verleitet einen gerade dazu, ein paar Jazzchords oder Lines zu spielen. Man fühlt sich erinnert an Wes Montgomery oder George Benson.

Bis auf das Griffbrett ist das verwendete Holz Mahagony, welches durch die makellose Lackierung auch schön zur Geltung kommt. Die Gitarre hat einen Mini-Humbucker am Hals, was typisch für diese Bauweise ist. Von den Ausmaßen ist der Korpus genauso groß und dick wie eine Akustikgitarre - daher auch die Bezeichnung „Vollakustische Jazzgitarre“.

Der Hals ist ein- bzw angeleimt und hat 22 tadellos verarbeitete Medium-Jumbobünde. Die Mensur beträgt 629 mm. Um es gleich zu sagen - die Verarbeitung des gesamten Instruments ist super. Da gibt es keine Beanstandungen! Auch unschöne Vibrationen bei bestimmten Tönen, wie ich sie schon bei vielen Jazzgitarren dieser Preisklasse erlebt habe, bleiben einem erspart - sehr schön!

Es gibt einen Steg aus Holz, der lose auf dem Korpus aufliegt (vorsicht beim Saitenwechsel...) und die Saiten gehen in eine Führung, die am hinteren Gurtpin in den Korpus mündet. Die Stimmmechaniken machen einen sehr robusten Eindruck, feinfühliges stimmen ist möglich. Auf der Elektronikseite gibt es einen Tone- und einen Volumepoti. Alles was man braucht, keinen Schnickschnack.

Eine Besonderheit der Hagstrom ist das Griffbrett - es ist aus dem sogenannten „Resinator Wood“ hergestellt und soll laut Beschreibung ein „gleichmäßiges Sustain und Klangverhalten“ auf allen Bünden garantieren. Eine gewagte Behauptung die mit Bravur erfüllt wird. Es ist in der Tat ein Freude, vom 1. bis zum 22. Bund alle Töne auf einer Saite zu spielen und festzustellen, dass auch nicht ein einziger (!!!) Deadspot oder schwach klingender Ton zu finden ist. Diese Eigenschaft würde ich als außergewöhnlich einstufen, und wünschte, dass dies bei mehr Gitarren der Fall wäre.


Kommen wir nun zum wichtigsten: Wie Klingt sie?

Kurz beschrieben - sie macht genau das was sie soll. Der Klang ist warm aber differenziert. Beim Anschlag gibt es einen schönen „Schmack!“. Sowohl Chords wie auch Melodielinien kommen in allen Lagen sehr schön durch den Verstärker.
Die Bespielbarkeit ist beispielhaft. Hammer Ons und Pull Offs gehen von der Hand wie Butter. Durch die Jumbobünde ist auch Saitenziehen kein Problem. Angezerrte Sounds meistert das Teil auch ganz gut, allerdings sollte man immer bedenken das diese Gitarre nicht für High-Gain Sachen gedacht ist. Clean bis angecruncht ist aber alles TOP!
Der Minihumbucker ist für meinen Geschmack etwas schwach - wobei man das auch mit ein paar dickeren Saiten beheben kann. Vom Werk aus sind D‘addario 11 bis 49 aufgespannt. Die meisten Jazzer spielen dickere Saiten.

FAZIT:
Alles in allem ein tolles Instrument, bei dem ich einfach keinen wirklichen Minuspunkt finden kann. Alle, die sich eine Jazzgitarre zulegen möchten, sollten die Hagstrom HL550 auf jeden Fall einmal antesten und vergleichen. Es gibt durchaus Instrumente die doppelt so teuer sind, aber keinen Deut besser! Eine absolute Kaufempfehlung von mir!


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Kleiner Ausschnitt aus dem Event: Christmas Moments (Capellen, Luxemburg)

Auf der Christmas Moments Deutschlandtournee im Dezember 2007 hatte ich Gelegenheit, die HL550 unter Livebedingungen zu testen.

Diesen Test hat sie mit Bravur bestanden, es ist noch nicht einmal eine Saite gerissen. Stimmstabilität war völlig ok, es hat sich nichts verzogen (obwohl sie ja recht neu war). Abschließend kann ich nur sagen, dass ich diese Gitarre wohl nicht mehr hergeben werde!

  • Bespielbarkeit
  • Sound
  • Griffbrett/Klangverhalten (siehe Text)
  • Preis/Leistung
  • Verarbeitung
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