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Suche Westerngitarre mit PreAmp - Anspieltipps?


Author Message
Written on: 02. 12. 2009 [09:18]
arky
Moderator
registered since: 21.04.2009
Posts: 329
Hallo Reiner,
alles klar - dann über Ebay...

Hmm, das mit dem Bewertungssystem hat auch seine Tücken. Hier sind wir alle schön gleich, quasi in einheitlicher Schuluniform. Das Punktesystem würde eine statistische Hierarchie schaffen, die evtl. vom Wesentlichen ablenkt - zu einem Bereich von gemeinsamem Interesse (Musik!!) Infos oder seine Meinung mitteilen, Fragen stellen, Antworten abwarten und diese erörtern.

Hier die Händlerliste von Stoll:
http://www.stollguitars.de/Haendler_StollGitarren.htm

Auch Qualitätsgitarren klingen natürlich nicht immer gleich. Als ich bei Stoll diverse Instrumente kurz angespielt habe, ließen sich schon Unterschiede feststellen. Alle klingen "edel" und sehr angenehm, ausgewogen brillant-voll, aber in verschiedenen Charakteristika. Mein recht günstiges Modell, das mit ein paar Custom-Optionen auf 1.300 Euro kam, fand ich subjektiv ansprechender als z. B. ein Modell, das bei 2.500 Euro lag. Der Mehrpreis ergibt sich bei Custom-Anbietern in der Regel durch höher selektierte Hölzer oder exquisitere Holzarten für z. B. Boden und/oder Zarge. Die Fichtendecke auf meinem Modell ist etwas "durchwachsen", hat, wenn man kritisch ist, ein paar Unperfektheiten, aber sonst eine sehr hochwertige Zeichnung. Eine durchgehend "fehlerfreie" Decke käme dann inkl. Abalone-Schallloch-Einfassung und noblerer Optik locker auf den doppelten Preis. Der Preisunterschied äußert sich aber bei Stoll und vielen anderen Gitarrenbauern aber _nicht_ 1:1 im Klang!

Auf der Stoll-Webseite gibt's unter "Links" noch was sehr Interessantes - "zupfinstrumentenbauer.de". Dort sind die "Hersteller-Profile" ein Anchecken wert:
http://www.zupfinstrumentenbauer.de/content/category/4/14/32/

Ganz unten ist "Cuntz Guitars", die ein wirklich scharfes Design bieten. Ich persönlich finde, das ist der "Siggi Braun der Akustikgitarre". Allerdings beginnen die Cuntz-Modelle erst bei ca. 2.500 Euro.
Written on: 15. 12. 2009 [23:41]
arky
Moderator
registered since: 21.04.2009
Posts: 329
Seit gestern ist meine Stoll-A-Gitarre mit dem McLoud-Pickup-System ausgerüstet. Gestern habe ich das System ca. 1 Stunde lang im Homestudio getestet. Es ist nicht ganz so genial und vollkommen wie von mir angegeben - das war mein erster Eindruck vor ein paar Monaten. Das System ist zweifellos gut. Perkussive Geräusche werden sehr schwach wiedergegeben. Ich hatte das Gegenteil behauptet - das kommt daher, weil ich das System bei Stoll beim ersten Mal nicht laut genug getestet habe und der natürliche Pegel der Schlag- und Klopfgeräusche gegenüber dem verstärkten Klang lauter war, als ich eingeschätzt hatte, daher mein verzerrter Eindruck.

Die schwache Geräusch-Wiedergabe ist aber vielleicht sogar gut, denn gerade diese perkussiven Geräusche sind bei Aufnahmen mit Mikros ein Problem, weil sie tendenziell sehr laut übertragen werden. Wird das Pickup-Signal dazugeblendet, müsste dies für einen Ausgleich und somit für mehr Kontrolle sorgen - soweit meine Theorie, muss ich noch praktisch ausprobieren. Außerdem dominieren die nicht umsponnenen Saiten etwas, vor allem die G3 und h2. Die Bass-Saiten klingen ziemlich gut, finde ich. Per Equalizer habe ich die Höhen ziemlich stark zurückregeln müssen, um dies in den Griff zu kriegen. Die unterschiedlichen Saiten-Pegel hängen evtl. damit zusammen, dass der unter den Steg eingelegte Pickup im Stegschlitz nicht ganz gleichmäßig aufliegt, da werde ich bei Stoll nachfragen.

Soweit der Stand der Dinge. Wenn ich mit dem McLoud-System mehr Erfahrung gemacht habe, werde ich ein paar Aufnahmen einstellen. Ein abschließendes Urteil verschiebe ich auch deshalb noch, weil ich momentan John-Pearse-Saiten aufgezogen habe und nicht Elixir (die ich insgesamt am besten finde). Die John-Pearse-Saiten wollte ich mal testen und habe sie von einem Freund erhalten, dem die Stärke zu extrem war (E6 = .056 - mir auch icon_wink.gif) Die John Pearse sind auf jeden Fall gut, aber mit weniger/anderer Brillanz als Elixir und nicht umsponnen, werden vermutlich nicht vergleichbar lange halten. Mit den Elixir klingt das McLoud-System mit Sicherheit anders und hoffentlich (noch) ausgewogener.
Written on: 27. 04. 2010 [07:36]
arky
Moderator
registered since: 21.04.2009
Posts: 329
Mit dem McLoud-Pickup-System bin ich nicht ganz glücklich. Es hat aber bei Christian Stoll bzw. in dessen Showroom über seine Bass-Anlage von Glockenklang sehr beeindruckend geklungen. Gestern habe ich mir einen Schatten HFN Artist Preamp bestellt, ein Unterstegtonabnehmer, der im Korpusinnern in Stegnähe angeklebt wird und von dem ich mir viel verspreche - aber noch überraschen lassen muss. Vorher hatte ich noch Pickups u.a. von K&K erwogen, die in den USA ganz vorne liegen. (Schatten ist ein Hersteller aus Kanada).

Der Schatten HFN Artist liegt bei ca. 160 Euro (aktiv), die passive Variante bei ca. 130 Euro. Bestellt habe ich diesen Pickup über den deutschen Edel-Gitarrenbauer Andreas Cuntz (Europa-Vertrieb für Schatten), der diese Pickups auch in seinen Gitarren verbaut. Die Schatten-PUs sollen auch Percussion- und sonstige Geräusche abnehmen, was mir sehr wichtig ist. Ich bin gespannt - auch, ob der Schatten das McLoud-System dann ergänzen oder ersetzen wird.

Hier gibt's Infos:
http://www.schattendesign.de/gitarren.html

Und hier der Link zu Cuntz Guitars:
http://www.cuntz-guitars.info/

Ich melde mich dann mit meinen Eindrücken zurück, sobald ich den Schatten-Transducer erhalten und getestet habe.

[This article was edited 1 times, at last 27.04.2010 at 08:43.]
Written on: 16. 06. 2010 [09:38]
arky
Moderator
registered since: 21.04.2009
Posts: 329
Das McLoud-System habe ich mittlerweile ausgebaut. Der Schatten-Pickup klingt dann doch um einiges natürlicher. Auch ein geringes Zumischen des McLoud-Signals war für mich nicht überzeugend. Mit einer Mikrofon-Abnahme kann aber auch der Schatten oder andere Pickup-Systeme nicht ganz mithalten, per Mikro sind auch mehr Klangunterschiede möglich (je nach Mikroart, Distanz, Winkel). Den Schatten-Preamp kann ich von seiner Klangqualität und auch vom dafür günstigen Preis schwer empfehlen.

Ein gewisses Problem ist, dass der Schatten-Pickup die Bässe und vor allem perkussive Geräusche bzw. alles, was sich am Korpus ereignet, enorm laut überträgt. Er ist wohl nicht zur Verstärkung von Percussion-Effekten auf dem Gitarrenkorpus entwickelt worden... Um hier vernünftige Aufnahmesounds hinzubekommen, habe ich mit mehreren EQs die Bässe kräftig zurückgeregelt, dann ging es. Also Vorsicht! Da es sich beim Schatten-Pickup um einen Tonwandler handelt, der unter der Korpusdecke möglichst direkt auf Höhe des Stegs angeklebt wird, überträgt er Signale in Stegnähe lauter. Bei Percussion-Sounds, die z.B. zwischen Schallloch und oberem Korpushorn gespielt werden, wird der Bass deutlich gemäßigter übertragen (so spielt auch Petteri Sariola auf seiner Cuntz-Gitarre meist an dieser Position, mit demselben Pickup-Typ). Ich will aber meine Spieltechnik deshalb nicht umstellen und greife dann lieber zum EQ.



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