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Thema ohne neue Antworten

E-Gitarrensaiten - Lebensdauer


Autor Nachricht
Verfasst am: 13. 11. 2011 [13:38]
bert
Themenersteller
Dabei seit: 04.11.2008
Beiträge: 33
Hallo zusammen,

wie lange laßt Ihr die Saiten auf der Gitarre, bis Ihr sie austauscht. Ich meine jetzt nicht die Dauer in Tagen, Wochen, Monaten ...,

Was ich meine ist, wieviele Betriebsstunden bei Euch ein Satz Saiten hält und woran Ihr merkt, dass es wieder Zeit ist, einen neuen Satz aufzuziehen.

Vielleicht habt Ihr ja mal Lust, von Euren Erfahrungen mit den verschiedenen Herstellern und Fabrikaten zu berichten.

Ich z.B. verwende 9er und 10er Sätze Nickel Wound von D'Addario.

Als ich vor ca. drei Jahren angefangen habe Gitarre zu spielen, ist mir regelmäßig die hohe E und manchmal auch die B Saite gerissen. Deswegen bin ich damals von 9er auf 10er umgestiegen. Mit der Zeit habe ich dann aber gelernt, die Bendings richtig zu dosieren und konnte wieder auf 9er wechseln. Mittleiweile verwende ich abwechselnd beide Stärken.

Gruß - Bert
Verfasst am: 13. 11. 2011 [18:13]
arky
Moderator
Dabei seit: 21.04.2009
Beiträge: 329
Bert,
in Stunden kann Dir das wohl kaum jemand sagen - evtl. ein paar Profis, wie z.B. "alle 2 Stunden". Wie ist das gemeint? Na nach jedem Konzert - sowas gibt's tatsächlich, und dann wechseln auch nicht die Profis, sondern deren Knappen, äh, Roadies die Saiten. Ist aber aus meiner Sicht ziemliche Verschwendung.

Ich unterscheide zwischen Normalphasen und Aufnahmephasen. Normalphase ist der Standardfall. Da wechsele ich die Saiten erst nach Monaten. Ich spiele D'Addario Nickel Wound, verwende auf 4 E-Gitarren folgende Stärken (alles D'Addario):

9,5-44 (6-String);
9-42(54) (7-String);
9,5-44(56) (7-String);
10,5-48(62) (7-String, permanent 1 Ganzton runtergestimmt auf A)

(Höchste) Zeit für einen Saitenwechsel wird es, wenn die Saiten für meine Ohren relativ tot klingen. Zum Üben geht's aber allemal, selbst nach Monaten kann ich mit D'Addarios noch was anfangen oder auch Aufnahmen machen. Wobei wir beim nächsten Punkt sind...

Aufnahmephase: Da verwende ich E-Gitarren-Saiten ca. 4-5 Tage lang, höchstens 1 Woche. Dabei wird aber den halben bis ganzen Tag gespielt, es kommen einige Stündchen zusammen. So habe ich das früher gehandhabt. Gerade bin ich von einem Videodreh bei Bernd Kiltz zurückgekommen, für den ich auf 2 meiner 7-Saiter ehrlich gesagt noch alte Saiten drauf gelassen habe - und die klangen noch völlig ok! Saitenwechsel an meinen Gitarren habe ich lange Zeit sogar protokolliert, einfach um da eine Kontrolle drüber zu haben. Das waren lange Intervalle... Früher habe ich die Saiten nach dem Spiel, teilweise aber auch vorher mit FastFret oder alternativ auch Dr. Duck's Axwax Deluxe oder Griffbrettöl abgerieben, um die Lebensdauer zu erhöhen und den Dreck abzuwischen. Das habe ich heute auch vor dem Videotermin bei Bernd gemacht. Ein relativ simpler Trick, Saiten länger nutzbar zu machen, was auch das Spielgefühl verbessert. Es ist eine gute Gewohnheit, Saiten nach dem Spielen abzuwischen, ehe man die Gitarre wegstellt oder in den Koffer packt.

Viele Gitarristen mögen auch den superbrillanten Klang frischer Saiten nicht, jedenfalls nicht, um damit sofort Aufnahmen zu beginnen. Ich spiele daher neue Saiten vor Aufnahmen auch einige Stunden ein, damit die erste Brillanz verschwindet. Diese kann bei Clean-Sounds noch sehr brauchbar sein, klingt aber mit Verzerrung eher zu schrill.

Ich habe das selbst erst vor relativ kurzer Zeit entdeckt: Auf dem Markt gibt es mittlerweile mehrere Hersteller, die die 9,5er-Zwischenstärke anbieten. Früher war dieses Angebot nur sehr spärlich vorhanden. Ich habe vor Jahren mal mehrfach versucht, von 9ern auf 10er umzusteigen, was jedes Mal gescheitert ist. Auf 9,5er habe ich mich aber einschießen können - kannst Du ja auch mal probieren, wenn 9er tendenziell zu dünn und 10er zu dick sind.

Ich vermute, dass das Saitenreißen nicht wirklich was mit der Bending-Technik zu tun hat. Ich würde bei Deinen Gitarren mal am Sattel und Steg an den Auflagepunkten der Saiten nachschauen, diese Stellen sollten nicht scharfkantig gestaltet sein.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann mir zuletzt eine E-Gitarren-Saite gerissen ist. Das passiert mir auf der A-Gitarre jetzt wesentlich häufiger, wenn auch nicht so oft (dann meist die G3). Auf der A-Gitarre verwende ich Elixir (12-53). Ich sollte aber noch ergänzen, dass ich auf der A-Gitarre immer wieder zwischen mehreren Tunings umstimme, was besonders die die G3-Saite strapaziert, und eine A-Gitarre mit Multiscale (gefächerte Bünde) mit längerer Basssaiten-Mensur verwende.
Verfasst am: 15. 11. 2011 [13:44]
Guitarman
Dabei seit: 23.08.2007
Beiträge: 108
Verlass dich am besten auf deine Ohren. Du hörst doch selber, wann die Saiten nicht mehr schön klingen. Wenn dieser Punkt erreicht ist, solltest du auch die Saiten welchseln. Solange du mit dem Sound zufrieden bist, kannst du die Saiten auch nutzen.

Es empfiehlt sich, die Saiten nach jedem spielen mit einem Tuch "zu trocknen"; sprich abzuwischen. Feuchtigkeit und Schweiß sind ihr größter Feind. So schaffst du es, den frischen, neuen Klang länger zu erhalten.

P.S. Wenn dir die Saiten sehr häufig reißen, hängt das in vielen Fällen mit einer falschen Anschlagtechnik zusammen!

https://thehomerecordingsessions.bandcamp.com/
Verfasst am: 15. 11. 2011 [13:47]
Guitarman
Dabei seit: 23.08.2007
Beiträge: 108
Upps, mir wurde gerade 3 mal erzählt, dass mein Beitrag nicht gesendet werden kann und jetzt steht er trotzdem dort. Die beiden oberen können also wieder gelöscht werden, da der untere eine kleine Zugabe erhält.


[EDIT Arky-Mod: Soeben erledigt. -- Ich erhalte beim Posten in letzter Zeit auch Fehlermeldungen, da kann sowas schon passieren.]

https://thehomerecordingsessions.bandcamp.com/
Verfasst am: 18. 12. 2011 [15:24]
berndkiltz
Admin
Moderator
Dabei seit: 20.03.2007
Beiträge: 437
Also ich mache es ganz einfach: Sobald mit eine Seite reisst, mache ich einen Satz neuer drauf.
Bei der Akustischen vor einem wichtigen Gig, und bei den E-Gitarren immer vor Studioterminen (allerdings ein paar Tage davor, damit sie etwas einschwingen können)

Es kommt hier sehr darauf an, ob ihr viel an den Fingern schwitzt oder nicht. Ich z.B. schwitze so gut wie gar nicht, da sehen die Saiten teilweise nach 3 Monaten noch aus wie neu. Bei einigen meiner schüler sind sie 2 Wochen drauf und schon schwarz - hier muss man dann halt öfters mal wechseln.

Eine Faustregel kann ich hier nicht geben. Wenn die Saiten matt und fad klingen -> neu.

LG

Bernd Kiltz
Gitarrist
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