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Bassdrum-Fußtechniken


Autor Nachricht
Verfasst am: 31. 01. 2011 [08:20]
arky
Moderator
Themenersteller
Dabei seit: 21.04.2009
Beiträge: 329
Hallo,
wie lange habt ihr in etwa gebraucht, um bestimmte Bassdrum-Fußtechniken zu entwickeln, bzw. welche Fußtechniken habt ihr so "im Programm"?

Seit ein paar Monaten spiele (eher: übe) ich Schlagzeug bzw. eine Skelettversion davon (HiHat, DoFuMa dw 2002 & Bassdrum-Übungspad, Snare mit drübergelegtem Hand-Pad). Ich habe von Anfang an mit Double-Bassdrum-Spiel begonnen - zu Übungszwecken gelegentlich Heel Down, normalerweise bzw. wenn's flotter wird, Heel Up. Gestern habe ich mit der Heel-Toe-Technik angefangen, die vom Prinzip her nach ca. 20 Minuten auch geklappt hat - tolles Spielgefühl, aber die Bewegungen sind noch nicht automatisiert und noch sehr langsam.

Zu Heel-Toe würde mich interessieren, ob sich diese Technik - entsprechendes Training vorausgesetzt - irgendwann leichter/ökonomischer anfühlt als das "ganz normale Treten" ohne jegliche Technik bzw. Heel Up in Rock/Metal-Manier.

Die Slide-Technik habe ich nur kurz ausprobiert und da hat überhaupt nichts geklappt. Jetzt überlege ich natürlich warum... Die dw 2002 DoFuMa hat keine ganz ebene Fußplatte (da sind noch Herstellerlogo und Modellbezeichnung draufstrukturiert), aber daran kann es nicht liegen, hoffe ich. Bisher habe ich nur mit Socken gespielt, mir aber am Wochenende erstmals Drumschuhe (Dreaks) gekauft. Die fühlen sich auch sehr gut an, fürs HiHat- und (Double)Bass-Spiel. Heel Toe habe ich damit noch nicht probiert, aber für die Slide-Technik hat die Sohle zuviel Grip (denke ich). Braucht man für Heel Toe Schuhe mit möglichst reibungsarmer Sohle oder ist alles nur eine Frage der Technik/Übung? Ich habe schon mehrfach gelesen, dass eigentlich mit jedem Pedal alles möglich ist/sein soll.

Die "normale" Fußtechnik kann ich einigermaßen, aber die klingt halt eher nach Maschinengewehr. DIe Heel-Toe-Technik dagegen bringt einen interessanten 2er-/4er-Fluss rein (je nachdem, ob mit einem oder beiden Füßen) und ist daher auch nicht uninteressant (für mich). Da dachte ich: Wenn es also schon diverse Handtechniken gibt, warum sich nicht auch mit mehreren Fußtechniken beschäftigen...

EDIT
Zu Heel-Toe habe ich beim Stöbern noch gefunden, dass man hier von Steve Smith und seiner "Constant release"-Technik (wiederum von anderen Schlagzeugern übernommen/adaptiert) viel lernen kann.

Die Swivel-Technik ist auch hochinteressant - Wahnsinn, was es alles für Techniken gibt icon_wink.gif
Verfasst am: 31. 03. 2011 [20:55]
arky
Moderator
Themenersteller
Dabei seit: 21.04.2009
Beiträge: 329
Hmm, keine Antworten...

Heel-Toe klappt allmählich besser, jetzt erreiche ich 180-190 bpm. Allerdings nicht mit der "normalen" Sequenz Heel/rechts, Toe/rechts, Heel/links, Toe/links, sondern ich fand von Anfang an eine andere Kombination viel einfacher erlernbar und auch gleichmäßiger vom Klang:

Heel (rechts) - Heel (links) - Toe (rechts) - Toe (links) und dann wiederholen.
Im Internet habe ich gesehen, welche Wahnsinns-Tempi man mit der "normalen" Double-Technik erreichen kann.

UPDATE (22.04.11)
Heel-Toe bei Tempo 190 bpm = 2 Minuten am Stück geht.

UPDATE II (08.06.11)
Heel-Toe bei Tempo 220 bpm = 2 Minuten / etwas holprig, meine Max-Grenze

UPDATE III (19.06.11)
Wie in einem anderen Thread beschrieben, hat sich die "normale" H-T-Technik bei mir sprungartig verbessert und fühlt sich auf einmal sogar leichter an als die oben beschriebene "diagonale" Methode. Heel-Up habe ich die letzte Zeit vernachlässigt und erreiche daher 240 bpm momentan nicht mehr ganz. Dafür habe ich gerade eben 2 min lang mit "normal" H-T Tempo 240 bpm durchgespielt (nicht perfekt) - mit Heel-Up erst einmal undenkbar für mich! Somit "beherrsche" ich jetzt 3 Bassdrum-Fußtechniken. Die Slide-Technik will nicht klappen bzw. übe ich gar nicht, wird wahrscheinlich abgehakt.

Update IV (10.08.11)
Dieses Stück hier kann ich (aufgewärmt!) mit durchgehender 16tel-Bassdrum gerade noch durchspielen:

http://www.youtube.com/watch?v=0_rNFwf-fOY

Das Tempo liegt bei ca. 270 bpm - die Stilistik ist mir zunächst egal, mir geht es rein um den physischen Aspekt bzw. ums Tempo. Allerdings müssen die Füße dafür einigermaßen frisch sein, bzw. nach einem Durchlauf dieses Songs kann ich nicht gleich noch einen durchziehen, da geht die Power flöten. Außerdem braucht es trotz hohem Tempo eine gewisse Lockerheit - sobald man verkrampft, ist es schon aus...

Außerdem habe ich durch ein paar Stichproben festgestellt, dass ich beim Spielen von Bassdrum-Lines mittlerweile Tempi recht gut einschätzen kann - mit der Zeit prägen sich die Füße sozusagen ein, welches Tempo sich wie anfühlt (wobei ich 270 bpm als recht stressig empfinde). Das Tempo des obigen Songs habe ich erst nur geschätzt und danach mit dem Metronom überprüft - Volltreffer icon_wink.gif Jetzt muss ich endlich mal mit der Handarbeit aufholen (vor allem links/schwache Hand).
Verfasst am: 15. 11. 2011 [20:40]
arky
Moderator
Themenersteller
Dabei seit: 21.04.2009
Beiträge: 329
Ich weiß ja nicht, ob's irgendjemanden interessiert... Eher nicht, haha. Aber vielleicht liest es ja doch jemand.

Na ja, im Laufe der Monate "reift" man dann doch etwas, selbst im Bereich Fußtechniken. Ich arbeite jetzt seit ein paar Wochen an Toe-Toe - im Prinzip wie Heel-Toe, aber die Ferse hat dabei gar keinen Kontakt zur Pedalplatte, sondern schwebt permanent in der Luft. Extrem-Könner der Toe-Toe-Technik sind (wieder mal) Tim Waterson und John Longstreth. Der Einstieg in diese Technik ist mal wieder nicht sooo leicht, aber es wird besser. Das Problem ist, den Rebound im richtigen Timing abzufangen. Nur so als Anregung für die Extremo-Leute. Toe-Toe ist, wenn ich das richtig sehe, die ökonomischste Double-Technik überhaupt. Bzw. man kann mit Übung auch 3er-Notengruppen pro Fuß spielen, was wieder neue Phrasierungen ermöglicht. Da stehe ich noch ganz am Anfang.

Dann habe ich noch vor ein paar Wochen einen Extrem-Test gemacht, ich wollte 300 bpm (Heel-Toe) probieren. Hatte ich ja schon mal, aber da ging nix. Ich habe mich mit 1- bis 2-minütigen Durchgängen bei 280, dann 290 bpm hingearbeitet. 300 bpm habe ich eine Minute lang zwar schlampig, aber "auf dem Puls" (=das Tempo an sich ist da, aber die Kontrolle über die Rebounds...) gespielt, dann bin ich raugekommen. Nach 10-15 Sekunden ging's wieder und ich habe die 2. Minute durchgespielt. Mache ich so schnell nicht wieder, viel zu stressig!



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