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Topteil vs. Combo


Autor Nachricht
Verfasst am: 22. 01. 2011 [10:25]
bert
Themenersteller
Dabei seit: 04.11.2008
Beiträge: 33
Hallo zusammen,

ich denke seit längerem über den Kauf eines Vollröhren-Verstärkers nach. Viele Modelle werden als Combo und als Topteil angeboten. Zu meiner engeren Wahl gehört unter anderem der Gigmaster 15 von ENGL. Preislich liegen zwischen beiden Varianten ca. 170,- Euro, wenn man die Anschaffung eines Lautsprechers für das Topteil berücksichtigt.

Könnt Ihr mir ein paar Antworten geben zu: Vor- und Nachteile des Combo bzw. Topteil ?

Gruß - Bert
Verfasst am: 22. 01. 2011 [11:24]
arky
Moderator
Dabei seit: 21.04.2009
Beiträge: 329
Hallo bert,

alle Vorteile sind gleichzeitig auch Nachteile, wenn man so will bzw. das hängt vom jeweiligen Blickwinkel des Nutzers ab. Vor- und Nachteile halten sich letztlich in etwa die Waage, es kommt halt auf die jeweiligen Prioritäten/Bedürfnisse an. Algemein lässt sich aber feststellen (ich habe bestimmt wieder was vergessen):

Combos

Plus
- alles in einem Gehäuse, keine zusätzliche Verkabelung nötig (außer Anschluss des Instruments und Stromkabels natürlich)
- Bei der Integration der Vorstufe, Endstufe und Lautsprecher durch einen Hersteller kann man in aller Regel davon ausgehen, dass die Abstimmung sinnvoll ist, d.h. dass der Combo "stimmig" klingt (je nach Zielgruppe, Preisklasse)

Minus
- klanglich weniger flexibel als Kombination aus Top & diverse (bzw. nach Geschmack ausgesuchte) Boxen - viele Combos erlauben aber den Anschluss zusätzlicher Boxen (Klangvariation, teilweise Lautstärkesteigerung)
- größeres Gewicht
- etwas höherer Preis als Topteile (Mehrpreis entspricht in etwa dem Preis der Lautsprecher)

Topteile

Plus
- Topteil selbst wiegt weniger als ein baugleicher Combo
- größere Flexibilität beim Gesamtsound (Kombination Top & Box nach Geschmack), alternativ können mehrere Boxen - teilweise gleichzeitig oder umschaltbar - betrieben werden
- Durch die Trennung von Topteil & Box(en) ist auch eine räumliche Trennung/Aufstellung möglich - z.B. Topteil in der Nähe des PCs/im Regieraum und Box(en) in einiger Entfernung/in einem anderen Raum
- weitere Klangflexibilität möglich, indem z.B. schwache Topteile mit großen Boxen oder umgekehrt kombiniert werden ("Überfahren" bzw. "Unterfordern" von Boxen/Lautsprechern, was sich anders kaum simulieren lässt)
- etwas geringerer Preis als Combos (dafür sind aber natürlich noch externe Boxen nötig)

Minus
- separate Box(en) erforderlich
- in Kombination mit einer externen Box fällt meist mehr Gewicht an als bei einem vergleichbaren Combo

Ein kleiner Combo wie der von Dir erwähnte Engl hat eben auch den Vorteil, dass er trotz Gesamtpaket nicht allzu viel wiegt und daher noch relativ handlich ist, sich für Proben oder kleine Auftritte mitnehmen lässt usw. Als "kleine Lösung" sehr praktisch. Schwächere Amps/Combos geraten früher an ihre Leistungsgrenze, mit den entsprechenden klanglichen Ergebnissen (Endstufensättigung). Andererseits kannst Du den Engl beim Anschluss einer 4x12''-Box viel "größer" klingen lassen.
Verfasst am: 22. 01. 2011 [15:00]
bert
Themenersteller
Dabei seit: 04.11.2008
Beiträge: 33
Danke Arky, deine Plus/Minus-Betrachtung hilft mir auf jeden Fall sehr bei der Entscheidung. Der kleine ENGL ist aus diversen Gründen in der engeren Wahl:

-Leistung reduzierbar auf 5 Watt, 1 Watt und Lautsprecher aus. Das heisst, dass man auch bei Zimmerlautstärke noch eine ordenliche Sättigung hinkriegt. Nachbarschaftstauglichkeit.

-Speakersimulation am Line-out. Halte ich für sehr wichtig, wenn man nicht mit Mikro aufnehmen will.

-Hat trotz der relativ geringen Leistung den typischen fetten ENGL Sound und klingt clean trotzdem sehr warm.

-Mit ca. 500,- Euro in einem sehr guten Preis- Leistungsverhältnis.

-Laut Ruf liefert ENGL hohe Qualität. Das will ich jetzt einfach mal glauben.

Gruß - Bert
Verfasst am: 19. 02. 2011 [10:04]
berndkiltz
Admin
Moderator
Dabei seit: 20.03.2007
Beiträge: 437
Hallo Bert,

wie ich sehe hat der Engl Combo einen 10" Speaker.
Ich halte bei Gitarrenamps nicht viel von dieser Speakergröße, ich würde Dir empfehlen wenn du ihn kaufst auf jeden Fall Probezuhören im Vergleich mit einem 12" Speaker.
Ansonsten hat Arky ja schon alles gesagt...

Gruß B

Bernd Kiltz
Gitarrist
Site Admin
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