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Thema mit vielen Antworten

Wie übe ich ein Shredding Lick korrekt?


Autor Nachricht
Verfasst am: 06. 04. 2009 [02:00]
HeavyDuty
Themenersteller
Dabei seit: 06.08.2008
Beiträge: 97
Hi!

Parallel zu dem was mir mein Lehrer aufgibt, übe ich täglich dieses Alternate Picking Shredding Lick, welches auf dieser Seite zu finden ist. Ist es überhaupt korrekt es zwei oder dreimal täglich 20 Minuten am Stück zu üben, oder geht man bei solchen Licks anders vor?


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.2009 um 04:42.]

Verfasst am: 06. 04. 2009 [10:46]
Guitarman
Dabei seit: 23.08.2007
Beiträge: 108
Ich persönlich bin nicht der große Fan davon einzelne Licks zu üben. Die ganze Geschichte mit Metronom üben, kleine Bewegungen usw. dürfte ja bekannt sein. Ich empfehle dir die Methode aus dem Buch Speed Mechanics for lead guitar, welches ich hier im Forum auch beschrieben habe. Der gute Herr Stetina hat viele kleine Lickfragmente zum üben dort hineingestellt, die man später nach belieben zu langen Ketten zusammensetzen kann. Dieses halte ich für die effektivere Methode.

Habe gerade Vorlesung und deshalb keine Zeit mehr zu schreiben, aber das Buch und diese Methode würde ich dir empfehlen.

https://thehomerecordingsessions.bandcamp.com/
Verfasst am: 06. 04. 2009 [17:06]
LotSOVs
Dabei seit: 08.12.2008
Beiträge: 43
Hallo. "Speed mechanics..." ist geradezu genial! Wer dieses Buch gewissenhaft wenigstens über mehrere Wochen bearbeitet (vorausgesetzt ihr seid noch keine Guitar Heroes), wird definitiv einen großen Nutzen haben. Lieber dieses - oder andere gute Bücher - wirklich substanziell bearbeiten und be-greifen, als zig andere nur zu überfliegen, das bringt nämlich wenig bis nix. Außer massig Standard-Picking-Zeugs bringt Stetina viele frische Ansätze. Also wer aus dem Buch kein "Kapital" schlägt, ist selbst schuld. Quasi-Pflichtkauf für den ambitionierten Shredder!

Eigentlich braucht man nur eine Handvoll Picking-Sachen richtig gut einzustudieren. Der Rest ist "nur" eine Abwandlung davon. Allerdings gibt es eher leichte und schwere Patterns. Grundsätzlich gilt: Je mehr Noten ohne Saitenwechsel zu spielen sind, desto leichter (ausgenommen Extrem-Sweeps über alle Saiten, das meine ich jetzt nicht - aber auch die bringen ein Problem mit sich, die Rhythmik/genaues Timing). Absolut essenziell sind die Sextolen-Läufe Marke Paul Gilbert, also

1) 3 Töne rauf, 3 Töne runter.
2) 6 Töne rauf.
3) 6 Töne runter.

Wenn die bei ca. 120+ BPM sitzen, reicht es fürs "normale" Metal-Spiel schon aus. Bei Gilbert habe ich ca. 133 BMP gemessen (vielleicht kann er noch schneller), bei Gary Moore ca. 144 BPM ermittelt (aber etwas andere Sequenz). Das ist sauschnell. Außerdem ist dieses Tempo auch nur bei den o.a. relativ leichten Patterns zu erreichen/halten. Kaum stellt man ein paar Noten um, wird's nix mehr mit 120 BPM...
Verfasst am: 06. 04. 2009 [20:34]
HeavyDuty
Themenersteller
Dabei seit: 06.08.2008
Beiträge: 97
Also sollte ich - um nochmal auf mein Beispiel zurückzukommen - das Alternate Picking Shredding Lick von hier nicht am Stück Üben sondern in kleinen Teilen?

Verfasst am: 06. 04. 2009 [20:52]
LotSOVs
Dabei seit: 08.12.2008
Beiträge: 43
Hallo Reiner,
"sollte"... Das funktioniert bei allen etwas anders. Grundsätzlich sollte man neue Bewegungsabläufe zunächst sehr, sehr simpel halten, bis das mal gut sitzt. Irrsinnige Variationen davon zu kreieren, ist an sich kein Problem. Irgendwann werden die (teilweise fast stupide anmutenden) Sequenzen/Patterns sowieso zu langweilig und man fängt unweigerlich an zu experimentieren. Alles in kleinen Schritten!

Das Lick würde ich, wenn es noch nicht gut sitzt, eher als Beispiel betrachten, was man mit dem Pattern so machen kann. Experimentiere damit herum, zerlege es in seine Bestandteile, setze diese dann neu zusammen. Interessant sind auch Verläufe "gegen den Puls", also wenn z. B. die Sextolen-Gruppen für sich aufwärts gespielt werden, man aber die Saitenpaare von h2-e1 abwärts auf G3-h2 usw. verschiebt, oder umgekehrt: absteigende Sextolen auf E6-A5, dann A5-D4 - oder als 9er-Gruppen (3 Noten pro Saite): E6-A5-D4, A5-D4-G3... Klingt komplizierter als es ist.

Wieso 3x20 Minuten? Früher (ja, die guten alten Zeiten) bestand mein Picking-Programm aus Übungen von Vinnie Moore, die ich aber technisch noch ausgedehnt habe. Die gingen ca. 1,5 h - Dauerpicking! Na ja, diese Zeiten sind für mich vorbei, schnüff. Ich bin der Meinung (so äußert sich auch Vinnie Moore auf einem seiner Lehrvideos), dass man bestimmte (nicht zu stupide) Picking-Übungen schon einigermaßen bis zum Erbrechen üben sollte, weil... man teilweise erst nach vielleicht 30-60 Minuten richtig durchstartet. Jedenfalls kenne ich die Erfahrung, dass sich Übungen erst schwer anfühlen und es manchmal "Klick" macht und alles auf einmal wunderbar läuft. Wichtig ist, sich richtig warmzuspielen. Alles andere ist eigentlich fast Zeitverschwendung. Im aufgewärmten Zustand ist das Üben wesentlich produktiver, super Warm-Ups erklärt Bernd ja in einer Lesson of the Week.

Finde heraus, was bei Dir am besten funktioniert. Welche Tageszeit? Am besten dieses System beibehalten. Es gibt verschiedene Ansätze. Stichwort Abi von Reininghaus, der z. B. empfiehlt, das Verhältnis Üben-Pause 2:1 zu gestalten, da seiner Meinung nach der Kopf sehr wohl Zeit braucht, um das Gelernte, eher neue Bewegungsabläufe, einzustudieren. Dies habe ich nie probiert, bei mir hieß es "Dauerfeuer" - früher jedenfalls.

Die in meinem vorigen Post angegebenen Tempi gelten natürlich für triolische Rhythmen. Wenn man 16tel draus macht, liegen die Tempi irgendwo zwischen 160 und 200 BPM (angeschlagen), nur mit Hammers/Pulls natürlich deutlich darüber.
Verfasst am: 06. 04. 2009 [22:18]
HeavyDuty
Themenersteller
Dabei seit: 06.08.2008
Beiträge: 97
Also sorry, aber irgendwie verwirrt mich das nur mehr. Sextolen usw. ähm... hä? *g* Soweit bin ich noch nicht im Unterricht. Ok, meine Überschrift ist etwas mißverständlich, aber eigentlich geht es mir nur um das eine Alternate Picking Shredding Lick auf dieser Seite hier von Bernd, und weniger darum wie ich solche Sachen grundsätzlich übe. Also würdet ihr mir empfehlen es Stückchenweise zu Üben, es anders zusammensetzen und durchaus länger als 20 Minuten - hab ich das so richtig verstanden? Die 20 Minuten Übephasen hab ich auch von der Seite...ich hab bisher immer so geübt, da es mir mein Lehrer auch ähnlich empfohlen hat.
(Das mit dem Warm Up ist mir klar, mach ich so oder so immer)

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.2009 um 22:20.]

Verfasst am: 07. 04. 2009 [13:08]
Guitarman
Dabei seit: 23.08.2007
Beiträge: 108
Achso, dann is das schon o.k., würde ein lick nie zu lange am Stück üben, da irgendwann die Luft raus ist und man keine Fortschritte mehr macht, weil man einfach k.o. ist und eine so einseitige Belastung sehr anstrengend für die Hände ist. Meiner Meinung nach reichen diese 20 min. pro Tag, in der anderen Zeit würde ich an deiner Stelle lieber noch andere Übungen machen, statt mich nur auf das eine Lick zu konzentrieren. Es gibt ja diverse Alternate Picking Übungen, die z.B. speziell die Saitenwechsel, Inside und Outsidepicking usw. trainieren.
Wenn ich ein Lick übe und merke das es einfach nicht klappen will, schaue ich genau wo das Problem liegt. Ist es eine einzelne Stelle, übe ich nur diese, wenn ich aber merke, dass es insgesamt an meiner Technik liegt, z. B. wenn die Saitenwechsel nie sauber gelingen wollen, suche ich nach einer Übung die gezielt die Saitenwechsel trainiert und versuche mich dann später nochmal an dem lick.
Und zu 90% klappt das lick dann auch.

Hoffe diesmal habe ich deine Fragestellung richtig interpretiert.;-)

https://thehomerecordingsessions.bandcamp.com/
Verfasst am: 07. 04. 2009 [13:54]
Konny
Dabei seit: 01.03.2009
Beiträge: 7
Guitarman schrieb:
Es gibt ja diverse Alternate Picking Übungen, die z.B. speziell die Saitenwechsel, Inside und Outsidepicking usw. trainieren.

Hallo Guitarman,
werden speziell solche Übungen denn auch in dem Buch von Stetina behandelt? Ich merke nämlich schon beim Einstudieren der Scales oder Flatpickings, dass mir gerade das Saitentreffen bein String Skipping Probleme macht. Neben der Greifhand, die die Scales ja reinkriegen muss würde ich auch gerne die Plekhand gezielt trainieren. Ist das von Dir erwähnte Buch denn dazu geeignet? Ich bin noch kein Gitarrenheld, übe gerade die Durscales, mein Alternate Picking endet bein 110BPM Sechzehntel, wenn es sauber sein soll, nur die Schlaghand betreffend, singlestring. Deshalb würde ich gerade das gezielt üben wollen.
Viele Grüße, Konny.
Verfasst am: 07. 04. 2009 [14:37]
HeavyDuty
Themenersteller
Dabei seit: 06.08.2008
Beiträge: 97
Hey Guitarman!

Jo, das wollte ich wissen... dankeschön! Mir geht es wirklich nur um dieses eine Lick... ich will dadurch in erster Linie meine Picking - Technik verbessern, und nebenbei etwas für Geschwindigkeit tun, und denke, dass dieses Lick wesentlich näher an der Praxis ist, als die Petrucciübung.
Anstrengend für die Hände hab ich auch schon bemerkt. Und das obwohl ich wirklich locker, leicht spiele, aber irgendwann ziehts doch ein bisschen. So von der Ausführung gibts keine Probleme. Bin momentan bei 55 bpm und spiel das sauber, seit kurzem sogar den "größeren Sprung" ohne ständig aufs Griffbrett zu glotzen was ja schon einiges an arbeit verschlang...muss nur noch viermal so schnell werden ;)

Ich habe kürzlich auch etwas über Lernpsychologie gelesen und da hieß es, dass nach ca. 15 Minuten das tägliche Pensum an Geschwindigkeitssteigerung pro Übung erreicht ist. Hattet ihr damit auch schon Erfahrungen?

Verfasst am: 07. 04. 2009 [15:50]
Guitarman
Dabei seit: 23.08.2007
Beiträge: 108
Hey Konny! Hey Heavy Duty!

Genau dafür eignet sich das Buch perfekt. Unter diesem link findest du eine nähere Beschreibung des Buches:

=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=68"]http://www.guitarsolos.de/forum.html?&tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=68

Hier findest du diverse Technikübungen. Das Petrucci Buch (meine es wäre Rock Discipline) hat auch sehr gute Übungen zum Thema Alternate Picking. Diese sind zwar wie Heavy Duty schreibt nicht unbedingt Übungen, welche man eins zu eins in seine eigenen Stücke einbaut\übernimmt, verbessern die Technik aber ungemein und sind somit absolut empfehlenswert. Gerade die Übungen zum Inside\Outside Picking sind klasse.
Wie sehr diese Übungen die Technik verbessern, kann man sehr gut feststellen, wenn man für eine gewisse Zeit ein Lick übt, dieses dann für einen Monat zur Seite legt und statt dessen die Übungen aus dem Stetina oder Petrucci Buch macht. Nach diesem Monat übt man dann das Lick noch einmal und wird überrascht sein, wie gut und einfach es plötzlich von der Hand geht.

Ach ja Reiner, die Erfahrung habe ich so in etwa auch gemacht. Beim Gitarre spielen ist das wie beim Sport. Du gehst ja auch nicht ins Fitnessstudio und trainierst 2 Stunden den Bizeps mit nur einer Übung. Die Abwechslung macht es und übrigends gibt es so viele verschiedene Sachen (Rhytmus, Skalen, Noten, Technik...), die man täglich üben sollte, dass man gar nicht genug Zeit hat täglich 1 Stunde nur Alternate Picking zu üben.

https://thehomerecordingsessions.bandcamp.com/



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