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Scales/Modes zu bekannten Songs


Author Message
Written on: 19. 10. 2010 [15:44]
SouthsideB
Topic creator
registered since: 01.10.2010
Posts: 16
Hallo Leute,

als Anfänger gibt einem diese Seite so ziemlich alles was das Schülerherz (auch ohne Lehrer) begehrt. Nach den theoretischen Grundsätzen finde ich’s ganz gut erst mal die verschiedenen Modes/ Scales zu üben – und im Anschluss das ganze zu den Play-Alongs zu spielen. Um jedoch besser zu verstehen wie Musik „funktioniert“ wäre es vielleicht interessant zu wissen, welche Scales/Modes sich hinter welchen bekannten Songs (Rock/Pop) verstecken.

Mein Vorschlag also: Postet doch mal (je nach Erfahrung) welche Scales man zu welchen bekannten Songs spielen kann.

SouthsideB
Written on: 21. 10. 2010 [07:05]
arky
Moderator
registered since: 21.04.2009
Posts: 329
Hallo,
Bernd hat auf eine ähnliche Frage schon mal geantwortet, dass kaum ein Song durchwegs in einem Mode gehalten ist. Es ist insofern schwer, hier Songs zu nennen, die nur in diesem und jenem Mode stehen - außer, wenn man weiß, das Dur der ionische Mode ist und Moll der äolische. Nur dass wir die Systeme Dur/Moll seit Kindesalter so exzessiv und selbstverständlich vermittelt erhalten, dass wir uns nichts dabei denken bzw. suggeriert wird, es gäbe nichts anderes.

Wenn Du diese 2 (Ionisch/Äolisch) der 7 Modes sicher beherrschst, kannst Du sowieso zu einem Großteil von Stücken mitspielen bzw. diese harmonisch nachverfolgen, ausgenommen Jazz oder so. Alle anderen Modes kann man auch als Ableitungen der 2 "Grund-Modes" mit meist nur einem einzigen abweichenden Intervall betrachten:

Ionisch = Dur "normal"
Dorisch = Moll mit großer Sext
Phrygisch = Moll mit kleiner Sekund
Lydisch = Dur mit übermäßiger Quart
Mixolydisch = Dur mit kleiner Sept
Äolisch = Moll "normal"
Lokrisch = Moll mit kleiner Sekund und verminderter Quint

OK, daneben gibt es noch Harmonisch Moll und Melodisch Moll, wovon Harmonisch Moll für "Normalgitarristen" wohl deutlich überwiegt. Und aus den Modi lassen sich auch die entspr. Pentatoniken ableiten, von denen die Dur/Moll-Typen (Dur-Pentatonik - Basis: ionisch; Moll-Pentatonik - Basis: äolisch) die gebräuchlichsten sind bzw. mit denen man eigentlich (als Nicht-Jazzer) schon bestens auskommt.
Written on: 21. 10. 2010 [16:12]
SouthsideB
Topic creator
registered since: 01.10.2010
Posts: 16
Hi Arky,
genau das war auch der Grund für meine Frage. Bernd hatte auf meine Frage geantwortet und vorgeschlagen, ich sollte sie hier nochmal stellen.
Trotzdem vielen Dank für deine Antwort - nach deinen Beiträgen bin ich tatsächlich jedes mal ein Stück schlauer icon_smile.gif

Gruß
SB
Written on: 21. 10. 2010 [16:24]
arky
Moderator
registered since: 21.04.2009
Posts: 329
Auch wenn ich bisher nicht intensiv auf die harmonischen Besonderheiten geachtet habe, konnte ich die Modes zumindest von den Fingersätzen her verinnerlichen, weil ich früher zeitweise exzessiv Tonleitern geübt habe. Die 3-Noten-pro-Saite-Systeme helfen da enorm, um durchzublicken. Wenn Du diese 3NPS-Patterns auswendig kannst, kannst Du sie, wenn Du sie in einer Lage über alle Saiten spielst, übungshalber auch pro Saite bestimmen - sobald Du "siehst" - irgendwann kannst Du die Patterns vor Deinem geistigen Auge visualisieren - wie ein 3-NPS-Pattern beginnt, weißt Du aufgrund der Halbton-Ganzton-Anordnung, welche Modes das überhaupt nur sein können.

Wenn Du z.B. A-Dur auf der E6-Saite in der 5. Lage beginnst, geht es also auf der E6-Saite mit dem Modus "Ionisch" los. Ab der A5-Saite sieht der Fingersatz nach "lydisch" aus, ab D6 nach "lokrisch" usw. Mit etwas Übung wirst Du die Modes zumindest vom Fingersatz/strukturell her sofort identifizieren können.

Das klingt vielleicht kompliziert... Spiel' einfach wie besessen und irgendwann macht es "klick" und Du "siehst" Nonstop-Solo-Linien und kannst einfach nicht abschalten. Das legt sich aber (nach ein paar Monaten) wieder und irgendwann kannst Du diese Fähigkeit bewusst und kontrolliert "dazuschalten", falls gewünscht. Es gab mal eine Zeit, da habe ich von Fingersätzen zwanghaft geträumt. Das ist zum Glück vorbei icon_wink.gif Der Vorteil dieses Visualisierens ist, dass man auch ohne Instrument in den Händen vor sich hinkomponieren oder Ideen "ausprobieren" kann. Das hilft auch enorm, wenn man z.B. Soli anderer Gitarristen heraushören möchte. Die kochen ja auch nur mit Wasser und bedienen sich meist derselben altbekannten Fingersätze.
Written on: 23. 10. 2010 [11:29]
SouthsideB
Topic creator
registered since: 01.10.2010
Posts: 16
..genau so ist es. Ich habe vor wenigen Wochen damit angefangen die Moll-Pentatonik zu spielen - und bin jetzt bei Harmonisch-Moll. Diese zwei Tonleitern spiele ich täglich und die Fingersätze verfolgen mich auch im Traum icon_biggrin.gif
Ich werde jetzt auch deinen Rat befolgen und einfach die Tonleitern einüben und so lange spielen, bis ich nicht mehr darüber nachdenken muss. nebenbei, damit es auch etwas spass macht, studiere ich die 33 ersten Solos von Bernd ein.
Was eigene Ideen angeht, habe ich genug in meinem Kopf. Fehlen jetzt nur noch die richtigen Gitarren-Parts dazu icon_wink.gif außerdem mag ich die Herausforderung nochmal ein neues Instrument von Grund auf zu lernen icon_wink.gif



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