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Guitar PRO Song und Vorstellung


Author Message
Written on: 12. 03. 2011 [05:02]
nec
Topic creator
registered since: 08.02.2010
Posts: 26
Um den Thread mal zu erweitern,
Mittlerweile hab ich ein bisschen mit GP6 Rumprobiert.
Wollte mal wissen wie ihr die neuen mit GuitarPro6 gemachten Songs findet an denen ich so rumbastel(klampf), danke nochmal an Arky für deine Anregungen und Tipps, haben mir sehr geholfen! und danke fürs hören : )

http://www.fileupyours.com/view/303608/Disillusion.mp3
http://www.fileupyours.com/view/303608/flickering_lights.mp3
http://www.fileupyours.com/view/303608/MindCraft%20ver2.mp3

P.s: Kann jedem Gitarrenspieler der seine riffs/ideen verewigen möchte Guitar Pro nur empfehlen

[This article was edited 1 times, at last 12.03.2011 at 06:10.]
Written on: 12. 03. 2011 [17:09]
arky
Moderator
registered since: 21.04.2009
Posts: 329
nec,
anstelle weit auszuholen und in jedem Song alles zu kommentieren, was mir einfällt (und Kritik ist sowieso immer Geschmackssache), spreche ich ein paar allgemeine Punkte an.

* Deine Musik/Dein Stil, so schätze ich, dürfte relativ vielen gefallen. Wenn das Dein Ziel ist - Glückwunsch! Wenn Du aus künstlerischer Sicht mit Deinen Stücken nicht 100% zufrieden bist bzw. die Stücke so geworden sind, "weil Du es nicht besser konntest" (bitte nicht missverstehen - aber Du weißt bestimmt, was ich meine und letztlich ist dies sowieso normal und gilt für geschätzt 99% von uns, außer die Vollprofis, die etliche Jahre Studium hinter sich haben, technisch und harmonisch alles drauf haben usw.), hilft einfach nur mehr Erfahrung. Das kommt im Laufe der Zeit und durch die Beschäftigung mit der Materie, hier muss noch in echter Handarbeit Zeit und Mühe investiert werden (üben am Instrument -> Spieltechnik, Harmonik; andere Musik hören/analysieren/nachahmen/ins eigene Spiel integrieren, reifen, seinen eigenen Geschmack definieren usw.).

* Mit Gesang wirken die Stücke anders. Selbst in GuitarPro mit anderen Instrumenten angedeutete Gesangsmelodien schaffen eine andere Atmosphäre und man kann seine Kritik noch gezielter anbringen, weil die Idee noch plastischer dargestellt ist. Ist Gesang vorgesehen? Ich finde Gesangsmelodien beim Komponieren extrem wichtig und mache es seit Jahren so, dass ich nicht erst Riffs komponiere und dann probiere, was an Gesang dazu passen würde.

(Extrembeispiel als Anregung, wie man Stücke komplett anders angehen kann: Erst Text erstellen, dann die Gesangsmelodien entwickeln und dabei/danach schauen, was an Rhythmus-Harmonik/Riffs usw. dazu passt. Ich persönlich kann mit der typischen Methode, erst Riffs/"Songs" zu schreiben und dann den Gesang drüberzuklatschen, rein gar nichts anfangen. Aber bei anderen scheint es aber zu funktionieren. Außerdem finde ich es sehr interessant, dass ich, solange das Stück nicht fertig ist, mich selbst immer wieder überrasche, wie ich die Gesangsmelodien gitarristisch/vom Arrangement her unterlege. Übrigens bin ich ein kläglicher Texter. In meinem Hauptmusikprojekt habe ich den Luxus, dass mein Musikpartner die Texte schreibt, die ich "nur noch" vertonen brauche. Über die paar Texte, die ich vor Ewigkeiten geschrieben habe, kann ich heute nur noch müde lachen.)

* Drums: Ich finde, Du hast massiv zugelegt und Dich sehr gut entwickelt! Vermutlich hast Du Dich damit intensiv beschäftigt. Wenn man sich reinhängt, ist tatsächlich in relativ kurzer Zeit ein deutlicher Fortschritt in der Qualität von Drum-Arrangements möglich. ABER: So cool ich Doublebass mag (ich übe selbst regelmäßig Doublebass und hey, das ist "in echt" nicht sooo leicht, wie wenn man es in GuitarPro programmiert, haha) - man kann alles übertreiben. Für meine Ohren klingt es stellenweise zu massiv. Das mag dem Stil geschuldet sein - ist das MetalCore oder in die Richtung? Für mich etwas zu aggressiv/drückend. Die Drums klingen aus meiner Sicht zu ca. 80% passend. In den anderen 20% sind sie zu intensiv. In einem Stück geht es balladesk los, die Drums starten aber sofort "ganz normal" - hier würde ich sie noch reduzierter einsetzen. Vielleicht baust Du hie und da ein paar Snare-Rebounds mit abgestufter Dynamik ein, das bringt auch mehr Authentizität (falls es stilistisch kompatibel ist).

* Harmonisch würde ich mir hier und da mehr Bewegung wünschen. Bei mehreren Deiner Stücke liegt eine Grundtonart vor und die wird das ganze Stück hindurch beibehalten. Darüber täuschen auch nicht die vielen Gitarren hinweg, die dicht und variiert spielen.

* Endungen - die finde ich nicht spektakulär. Das müssen sie auch nicht sein, trotzdem sehe ich da noch etwas Potenzial. Manche Outros empfinde ich als schlicht zu lange. Auch das längere Stück mit ca. 5 min verliert ab ca. 3:00 einfach an Spannung. Das ist evtl. ein allgemeines Problem dieses Genres - wie soll man auch über längere Zeit bei diesem Druck permanent eine hohe Spannung erzeugen? (Na durch Abwechslung natürlich - bei druckvollen Songs, indem z.B. beruhigte Passagen eingebaut werden oder die Instrumentierung/Harmonik verändert wird).

* "Vieles gleichzeitig" - Tracks übereinander schichten und Gitarren verschiedene Patterns/Riffs spielen zu lassen und übereinander zu schichten, ist an sich cool. Ich finde aber manche Parts nicht allzu kohärent/stimmig, um sie so zu kombinieren. Dieses Prinzip des Häufig-was-Dazuspielens ist vermutlich wieder dem Stil geschuldet und ich selbst mag Track-Layering auch, wäge aber immer ab, ob/wo/wann es im jeweiligen Stück passt ("musikalische Verantwortung"icon_wink.gif. Mit Dichtheit im Arrangement sollte man aufpassen, finde ich (sagt grad der Richtige - warte mal, bis ich mal Material vorlege...).

* Mehrere meiner Bemerkungen haben bestimmt auch damit was zu tun, in welchem "musikalischen Stadium" Du derzeit global betrachtet bist: Übergang zum fortgeschrittenen Spieler, der unbedingt zeigen will, "was geht", oder der abgebrühte, ultraerfahrene Hase, der die wilden Phasen längst hinter sich hat und sich auf mehr Melodik, Pausen, Phrasierung, ..., "Geschmack" konzentriert? Oder irgendwas dazwischen. Ich wage die Vermutung, dass Du in 5-10 Jahren einen etwas anderen Stil einschlagen wirst.

Hoffentlich konnte ich mit dieser Kritik helfen oder Anregungen geben. Ich lasse die Songs noch etwas auf mich wirken, melde mich evtl. noch konkret zu bestimmten Passagen zurück.
Written on: 13. 03. 2011 [16:13]
nec
Topic creator
registered since: 08.02.2010
Posts: 26
Hi Arky,
freut mich das du dir soviel zeit dafür nimmst und auch das dir die songs an und für sich gefallen
(zufrieden ist man glaub ich nie wirklich und da geht bestimmt noch einiges mehr icon_smile.gif)

Hab mir den gesammten Text sehr aufmerksam durchgelesen und verinnerlicht, deine Anregungen und tips (zb. wie man songs aufbauen könnte) helfen mir viel.
Mit den Drums hab ich mich wie du es rausgehört hast am meisten beschäftigt, war auch eine gewisse hürde und kleinstarbeit, vorallem da ich selber garkein schlagzeug spiele sondern nur auf die "finger" geguggt habe, was techniken angeht müsste ich da evtl. noch meinen horizont erweitern, meine aber auch das einiges auf die art garnicht zu notieren geht in gp6.
Gibt noch einiges zu entdecken und deine aussagen geben mir auf jeden fall einen anspornicon_wink.gif weiterzumachen, es gibt ja noch etliches zu erfahren und übenicon_smile.gif

Gesang war bei den stücken eigentlich nicht vorgesehen, aber du hast recht, man kann sich vieleicht besser etwas darunter vorstellen mit gesang, wo wir auch bei Musikalischer verantworung wären hehe.
Ich sehe diese Songs wohl mehr als "Übeprojekte" als Total ernste und Stichfeste Sachen, ich denke das wird sich auf kurz oder lang hoffentlich auch besser manifestieren, wie du schon sagtest, erfahrungen sammeln und umsetzen/üben.

So, werd jetzt erstmal Picknicken mit ner Freundin icon_cool.gif und den tag geniessen,
Auf Bald
nec



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